Taschenmesserphänomen

(engl. clasp-knife phenomenon) Das Taschenmesserphänomen ist ein charakteristisches Anzeichen der Spastik. Beim passiven Strecken der gebeugten Gliedmaße sorgt die Muskeltonuserhöhung für einen Widerstand, der jedoch nach einiger Zeit plötzlich zusammen­bricht, als ­würde man die Klinge eines Taschen­messers einklappen. Dieser Reflex tritt auch auf, wenn man versucht, die Gliedmaße eines Tieres mit Dezerebra­tionsstarre zu biegen oder zu dehnen. Die plötzliche Entspannung der Muskulatur tritt ­infolge Aktivierung des Golgi-Sehnenorganreflexes auf.

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.