Narkolepsie

(engl. narcolepsy; Syn. Schlafkrankheit) Narkolepsie bezeichnet eine Funktionsstörung der Regulation von Schlaf- und Wachzyklen. Narkoleptiker leiden an einer extremen Einschlafneigung, die zu plötzlichen Schlafanfällen führen kann. Die Prävalenzrate beträgt 1:1000. Narkolepsie tritt meist im frühen Erwachsenenalter auf, die Krankheit verläuft chronisch. Die Symptome der Narkolepsie sind ständige Schläfrigkeit und Schlafanfälle, mit denen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen einhergehen, Kataplexie (affektiver Tonusverlust), die eine für wenige Sekunden anhaltende Muskelschwäche durch Verlust der Muskelspannung auslöst, Wachträume (hypnagoge Halluzinationen), Schlaflähmung (vollständige Bewegungsunfähigkeit, die meist in der Ein­schlafphase auftritt und Sekunden bis Minuten andauert) und ein gestörter Nachtschlaf. Auslöser für narkoleptische Anfälle sind meist Affekte wie ­Lachen, Überraschung, Ärger, aber auch körperliche Anstrengung. Es wird vermutet, dass eine stark reduzierte hypothalamische Produktion des Peptids ­Orexin A (Syn. Hypocretin-1) das Anfallsleiden auslöst oder unterstützt.