Tetanie
(eng. tetany) Tetanie bezeichnet eine Störung der Motorik (Muskelkrämpfe) und der Sensibilität (Kribbeln), die bei neuromuskulärer Übererregbarkeit auftritt. Sie tritt infolge einer Störung im Kalziumstoffwechsel auf; es werden zwei Formen der Tetanie unterschieden: Bei der hypokalzämischen Tetanie kommt es zu einem Abfall des Kalziumspiegels im Körper, dadurch lösen sich Ca++ von Natriumkanälen und ein Aktionspotenzial kann leichter ausgelöst werden. Das führt zu Krämpfen der Muskulatur und zu einem Kribbeln an sensiblen Nervenbahnen. Im Falle der normokalzämischen Tetanie bleibt der Kalziumspiegel konstant, aber Kalziumionen werden verstärkt an Plasmaproteine gebunden.
Referenzen
Dieser Begriff wird nicht referenziert.

