Adaptation
(engl. adaptation) Adaptation bezeichnet im sinnesphysiologischen Zusammenhang die Anpassung des Auges (i.e.S. der Photorezeptoren) an verschiedene Lichtstärken im Gesichtsfeld. Durch die Kontraktion verschiedener Muskeln kann die Pupille (d. h. das Sehloch der Iris) erweitert (bei geringem Lichteinfall) oder verengt (bei hoher Lichtintensität) und schnell an die relative Lichtmenge angepasst werden. Die Anpassung der Pupillenöffnung bezeichnet man als Pupillenlichtreflex oder Pupillenreflex. In einem zweiten Schritt können die Photorezeptoren der Netzhaut (Zapfen und Stäbchen) ihre Lichtempfindlichkeit verändern. Dieser Prozess dauert deutlich länger als die Regulation der Pupillenöffnung. Die (maximale) Anpassung bei einem Übergang von einem sehr hellen Raum in einen sehr dunklen Raum bezeichnet man als Dunkeladaptation. Dabei ist die Adaptationszeit der Stäbchen (bis 30 min.) weit größer als die der Zapfen (zirka 6 min.). Die (maximale) Anpassung an einen Übergang von einem dunklen Raum ins Tageslicht wird Helladaptation genannt (Dauer zirka 1 min.).

