Bahn, extrapyramidale

(engl. extrapyramidal path­way) Das extrapyramidale System gehört neben der Pyramidenbahn zu den efferenten motorischen Bahnen. Es entspringt dem Kortex und zahlreichen anderen Kerngebieten und besitzt viele Umschalt­stationen, wie z. B. zum Nucleus ruber und zur Formatio reticularis, deren Bahnen dann direkt zum 2. Motoneuron im Rückenmark weiterziehen. Außer­dem verfügt es über eine Verschaltung zum Kleinhirn und den Basalganglien. Damit werden gröbere Bewegungsabläufe, die Harmonie in der Bewegung und die Korrektur der Körperhaltung ermöglicht. Zuständig ist das extrapyramidale System bei Mensch und Primat für unwillkürliche Bewegungen, und es beeinflusst den Muskeltonus. Dopamin ist in diesem System der am häufigsten anzutreffende Neurotransmitter. Bei Schädigung des extrapyramidalen Systems fällt der inhibitorische Einfluss auf das erste Motoneuron aus und hyperkinetische Krankheiten, wie die Parkinson-Krankheit und Chorea Huntington, sind die Folge.

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.