B-Lymphozyt

(engl. B-lymphocyte; Syn. B-Zelle) B-Lymphozyten gehören zu den Leukozyten und werden wie auch T-Lymphozyten und natürliche Killerzellen im Knochenmark gebildet. Hier erhalten sie – im Gegensatz zu den T-Lymphozyten – ihre Ausbildung, d.h. ihre spezifischen Bindungsstellen. Sie zirkulieren im Blut und den lymphatischen Organen (Milz, Thymus, Lymphknoten, Knochenmark) und stellen einen wichtigen Teil des zellulären Immunsystems dar. B-Zellen reagieren spezifisch auf Antigene, die zu ihren Rezeptoren passen und lösen so eine Primärantwort aus, welche den Lymphozyten zur Proliferation veranlasst. Dabei entstehen einerseits Plasmazellen, die Antikörper produzieren, um das Antigen zu besetzen (Neutralisation und Erleichterung der Phagozytose); andererseits geht ein Teil der Zellen vorübergehend in einen Ruhe­zustand über und stellt so das immunologische Gedächtnis dar. Bei einer erneuten Infektion können sich diese Gedächtniszellen nun schneller und effektiver zu Antikörper-produzierenden Plasmazellen entwickeln (Sekundärantwort). An ihrer Oberfläche tragen B-Lymphozyten Proteine, anhand derer sie identifizierbar sind (CD19 und CD21).

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.