Facial-feedback-Hypothese

(engl. facial feedback hypothesis) Diese Hypothese besagt, dass der Gesichtsausdruck die emotionale Erfahrung und das Verhalten beeinflusst. Schon eine Manipulation des Gesichtsausdrucks wirkt sich danach auf die ­affektive Wahrnehmung der Versuchspersonen aus. ­Gordon W. Allport (1897–1967; Psychologe) ging davon aus, dass das Feedback der Gesichtsbewegungen eine entscheidende Rolle in der Differenzierung des emotionalen Erlebens spielt. Der Psycho­loge Silvan Tomkins (1911–1991) nahm an, dass ­facial feedback eine hinreichende Bedingung für das Erleben einer Emotion und das Entstehen der zu­gehörigen physiologischen Muster im autonomen Nervensystem ist. Die Rückkopplung des differenzier­ten Aktionsmusters der Gesichtsmuskelpo­tenziale ruft entsprechend seiner Annahmen ein spezifisches subjektives Gefühlserlebnis hervor. Nachgeahmte Einzelmuskelbewegungen oder gewollt gespielte Emo­tionsausdrücke führen zur Stimulierung von Nuclei im Hirnstamm, woraufhin die Emotion tatsächlich empfunden wird.

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.