Faktor S

(engl. factor S) Faktor S ist ein aus fünf Aminosäuren bestehendes, relativ kleines Neuropeptid, das bei Schlafdeprivation in der Zerebrospinalflüssigkeit, im Urin oder Gehirngewebe nachgewiesen werden kann. Die Injektion von Faktor S in das basale Vorderhirn oder den Hypothalamus wirkt schlaf­induzierend oder -verstärkend. Faktor S – v. a. sein Bestandteil Muraminsäure – erhöht die Körpertemperatur und ist an der Vermittlung von Immunreaktionen beteiligt. Seine genaue Funktion und chemische Struktur sind jedoch nicht bekannt, weshalb dieses Peptid noch nicht künstlich hergestellt werden kann. 1913 berichtete der Pariser Physiologe Henri Piéron erstmals von diesem »Schlafgift« (Hypnotoxin). Später konnte der Bostoner Physiologieprofessor John Pappenheimer Piérons Ergebnisse bestätigen und die Zusammensetzung des körper­eigenen Schlafstoffes ausmachen. Von ihm stammt die Bezeichnung Faktor S (s für sleep).

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.