CA1-Region

(engl. CA1 region) Der Hippocampus ist aufgrund seines histologischen Aufbaus in vier Felder (Cornu Ammonis, CA, 1–4) einteilbar. Die einzelnen Schichten werden als Stratum oriens, ­Stratum pyramidale, Stratum radiatum und Stratum moleculare bezeichnet. Aus strukturellen Gründen sind diese Regionen unterschiedlich vulnerabel für Schädigungen, z. B. gegenüber einer leichten Anoxie, wobei die Region CA1 am empfindlichsten und die CA4 am resistentesten erscheint. CA1 ist der inferiore Teil des Ammonshorns und enthält viele kleine Pyramidenzellen (ca. 10 Mio.), die ihren Input von der Region CA3 via Schaffer-Kollaterale erhalten. Bekannt wurde die CA1-Region dadurch, dass sie eine der bevorzugten Gebiete zur Erforschung der Langzeitpotenzierung ist. Es bestehen Evidenzen, dass die Langzeitpotenzierung in der CA1 mittels NMDA-Rezeptoren (ionotrope Glutamatrezeptoren) vermittelt wird; werden diese blockiert, findet keine Langzeitpotenzierung mehr statt. Zudem wurden an der CA1 die Postulate des Gedächtnis­forschers Donald Hebb (Hebbsche Plastizität) zur Langzeitpotenzierung geprüft und bestätigt.

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.