Zelladhäsionsmoleküle

(engl. pl. cell adhesion molecules) Transmembrane Proteine, die eine Interak­tion zwischen Zellen (Adhäsion) oder der Zelle und der extrazellulären Matrix (Kommunikation) ermöglichen. Man unterscheidet vier Hauptgruppen: Selektine vermitteln z. B. das Anheften von Leukozyten an der Gefäßwand und die Migration dieser Zellen zu entzündetem Gewebe; Integrine verknüpfen das Zytoskelett mit der umgebenden extrazellulären Matrix und ermöglichen so die Kommunika­tion zwischen Zellen. Diese beiden Arten von Zell­adhäsionsmolekülen gehen heterophile Bindungen ein. Zelladhäsionsmoleküle, die homophile Bindun­gen eingehen, gewährleisten eine Selektivität in der Zelladhäsion und haben v. a. eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Organismus. Ca++-abhängige Cadherine und Ca++-unabhängige NCAMs (nerve cell adhesion molecule) spielen eine Rolle in der Migration von Nervenzellen und der Bildung von zusammenhängendem Gewebe (z. B. Organe). NCAMs werden durch ihre strukturelle Ähnlichkeit zu den Immunglobulinen auch als Immunglobulin-Superfamilie bezeichnet.

Referenzen