Rautenhirn

(engl. rhombencephalon; Syn. Rhombenzephalon) Das Rautenhirn bezeichnet den hinteren Teil des Gehirns, also die Verbindung mit dem Rückenmark (ist daher Teil des ZNS). Es gehört zum Hirnstamm und besteht aus Metenzephalon (Hinterhirn) mit Zerebellum (Kleinhirn) und Pons (Brücke) sowie dem Myelenzephalon (Nachhirn; Medulla oblongata) und dem 4. Ventrikel. Der Sammelbegriff »Rhombenzephalon« erklärt sich aus der Entstehung des Gehirns in der ganz frühen Phase der Embryonalentwicklung. Das Gehirn entsteht zunächst als bläschenförmiges Gebilde am Vorderende des Neuralrohrs. Durch verschiedene Wachstumsprozesse wird erst ein Zweiblasenstadium erreicht, das das spätere Prosenzephalon und das Rhombenzephalon beinhaltet, das sich in der folgenden Zeit im Fünfblasenstadium in Metenzephalon und Myelenzephalon gliedert.