Refraktärphase
(engl. refractory period) Die Refraktärphase bezeichnet den Zustand der Unerregbarkeit einer Zelle nach einem Aktionspotenzial. Man unterscheidet die absolute und die relative Refraktärphase. In der Erstgenannten können, selbst durch sehr starke Reize, etwa 2 ms lang keine Aktionspotenziale (APs) ausgelöst werden. Durch diese Phase wird die Frequenz bestimmt, mit der eine Zelle maximal feuern kann (durchschnittlich etwa 500 APs pro sec.). Die relative Refraktärphase zeichnet sich dadurch aus, dass durch sehr große Depolarisationen Aktionspotenziale ausgelöst werden können. Allerdings besitzen diese eine kleinere Amplitude als die »normalen« Aktionspotenziale. Ursache für die Entstehung dieser »Ruhephasen« ist die Inaktivität des Natriumsystems, da nach der Depolarisation der Zelle die Natriumkanäle geschlossen bleiben. Nach einem Aktionspotenzial beginnt ein massiver Kaliumausstrom, um den Ausgangszustand der Spannungsverteilung wieder herzustellen. Durch diese Repolarisation bzw. sogar Hyperpolarisation wird die Inaktivität des Natriumsystems wieder aufgehoben und die erneute Auslösung eines APs ist möglich.

