Reiz, bestrafender

(engl. punishment) Das Ziel beim Einsatz eines bestrafenden (aversiven) Reizes ist es, ein bestimmtes Verhalten weniger häufig auftreten zu lassen oder es ganz zu unterdrücken. Man unterscheidet zwei Formen der Bestrafung, Typ 1 und Typ 2. Bei der Typ-1-Bestrafung wird ein negativer Reiz in einer bestimmten Situation hinzugefügt, bei der Typ-2-Bestrafung ein positiver Reiz entfernt, was sich in beiden Fällen in gleichem Maße als bestrafend erweist. Der Einsatz von bestrafenden Reizen führt in jedem Falle dazu, dass das Verhalten, ­welches der Konsequenz zugrunde lag, weniger häufig auftritt, auf Dauer sogar unterdrückt wird. Zusammen mit verstärkenden Reizen handelt es sich um die ­Mechanismen, welche die operante Konditionierung zu einer flexiblen Lernform macht. Sie erlauben es einem Organismus, sein Verhalten nach antizipier­ten Konsequenzen auszurichten.

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.