Dale-Prinzip

(engl. Dale’s principle) Das Dale-Prinzip wurde von Sir Henry Dale (1875–1968), Physiologe und Pharmakologe, formuliert. Die ursprüngliche Annahme des Prinzips besagt, dass jedes ­Neuron grundsätzlich immer denselben chemischen Botenstoff (Neurotransmitter) an all seinen axonalen Endigungen (Synapsen) verwendet. Dies ist zwar häufig der Fall, inzwischen ist jedoch bekannt, dass Neurone bzw. deren synaptische Endigung oft auch mehr als nur einen Neurotransmitter enthalten (Kolokalisa­tion) und freisetzen. In der Regel handelt es sich ­dabei um einen nieder- (z. B. Monoamine) und einen hochmolekularen Transmitter (Neuropeptid). Die Erweiterung des Dale-Prinzips von Reichert (1990) besagt, dass Neurone an allen Synapsen die gleiche Kombination von chemischen Botenstoffen ver­wenden.

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.