Immunozytochemie

(engl. immunocytochemistry) Die Immunozytochemie ist eine Methode zum ­qualitativen Nachweis biogener Stoffe in Geweben (z. B. Neurotransmittern in Hirnschnitten). Der ­erste Schritt der Immunozytochemie ist die Herstellung eines primären Antikörpers. Dazu wird einem Tier (häufig Kaninchen oder Mäusen) der nachzuweisende Stoff mehrmals injiziert. Die Substanz stellt für den Organismus des Tiers ein Antigen dar, gegen das Antikörper gebildet werden. Dem Tier wird Blut entnommen, das zentrifugiert wird, um die roten Blutkörperchen zu entfernen. Im verbleibenden Anti­serum ist der gewünschte Antikörper enthalten. Werden nun Hirnschnitte mit dem primären Antikörper in Verbindung gebracht, bindet dieser sich an den nachzuweisenden Stoff. Um die Verteilung der Antigene im Schnitt sichtbar zu machen, gibt es verschiedene Methoden. Bei der direkten Methode ist der primäre Antikörper direkt mit einem sichtbaren Marker (z. B. einem fluoreszierenden Stoff) konjugiert (verbunden). Bei der indirekten Methode wird mit zwei Antikörpern gearbeitet. Der primäre Antikörper ist unkonjugiert, ein zweiter Antikörper wird hier zur Erkennung des primären Antikörpers verwendet. Der sekundäre Antikörper ist mit einem Marker konjugiert, der sichtbar ist oder dies in einem weiteren Arbeitsschritt gemacht werden kann. Die indirekte Methode hat den Vorteil, dass hier das Signal massiv verstärkt wird, daher wird sie der direkten Methode meist vorgezogen.

Referenzen

Dieser Begriff wird nicht referenziert.